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Mautstelle in Frankreich mit Mitarbeitern und Automatensystem.

Maut und Vignetten im Ausland: So teuer wird es!

Jedes Jahr vor der Urlaubssaison machen sich viele Gedanken um die möglichen Urlaubsziele. Ein großer Teil der Urlauber entscheidet sich anschließend für eine Reise mit dem Auto zu europäischen Urlaubszielen. Dabei stellt sich natürlich schnell die Frage der Maut und der Vignettenpflicht, welche beim Befahren ausländischer Autobahnen oft gegeben ist. Welche genauen Regelungen gelten und wie Sie sich als Autofahrer am besten auf diese vorbereiten möchten wir in diesem Beitrag erläutern.

Maut in Europa: Das kostet das Befahren von Autobahnen

Um einen Überblick schaffen zu können und bei der Planung von Urlaubsfahrten zu helfen haben wir im Folgenden eine Übersicht der am meisten befahrenen Länder aufgelistet.

  • Österreich: Vignettenpflicht. Die Vignetten für Österreich können für Zeiträume von 10 Tage (9€*), zwei Monate (26,20€*) oder ein Jahr (87,30€*) gekauft werden. Auch gibt es einzelne Tunnel, für die eine extra Gebühr fällig wird.
  • Schweiz: Vignettenpflicht. Die Schweizer Vignetten können nur für den Zeitraum von einem Jahr (40CHF*) gekauft werden.
  • Frankreich: Mautsystem mit Automaten. Bei Befahren der Autobahn wird ein Ticket gezogen, welches beim Verlassen ausgelesen und bezahlt wird. Zahlungsarten: Kreditkarte und Barzahlung.
  • Spanien: Größtenteils Mautsystem. Auf den öffentlichen Autobahnen wird keine Maut fällig, jedoch gibt es auf private Mautstellen, welche eine Gebühr verlangen.
  • Italien: Teilweise Mautsystem. Teilweise gibt es Autobahnen, welche kostenlos befahren werden können, auf einigen wird jedoch auch eine Maut fällig.
  • Slowenien: Vignettenpflicht. Es können Vignetten für sieben Tage (15€*) oder einen Monat (30€*) gekauft werden.
  • Kroatien: Klassisches Mautsystem mit Automaten. Zahlung per Kreditkarte oder Barzahlung in Kuna oder teilweise auch Euro.
  • Portugal: Mautsystem mit Automaten. Sollte man sich länger als zwölf Stunden zwischen zwei Mautstellen verweilen, wird die fällige Gebühr verdoppelt.
  • Niederlande/ Belgien: Kein Maut- oder Vignetten- System. Bei einzelnen Tunneln oder Brücken kann jedoch eine Gebühr für das Überfahren fällig werden.

* Die Preise beziehen sich auf PKW unter 3,5 Tonnen. Für Wohnwagen, Busse, Motorräder und Fahrzeuge mit Anhänger können andere Preise anfallen.

Maut oder Vignette: Unterschiede und Vorteile

Bei kostenpflichtigen Autobahnen gibt es grundsätzlich die Methoden der klassischen Maut und der Vignette als Bezahlsystem. Der Sinn beider ist es die Straßen auf Kosten der Autofahrer zu sanieren und umzubauen. Grundsätzlich liegen den Bezahlsystemen zwei unterschiedliche Bemessungen der Kosten zu Grunde: Bei einer Vignette bezahlt man pro Zeit, in der man die Autobahn nutzen darf, bei der klassischen Maut wird immer pro gefahrener Strecke bezahlt. Diese Systeme haben für verschiedene Autofahrer verschiedene Vorteile.

Für Urlaubsfahrer, welche die Autobahnen nur zweimal – bei An- und Abreise – befahren ist die Bezahlung nach dem klassischen Mautsystem meist günstiger, da die Strecke jeweils auch nur einmal bezahlt werden muss. Für Vielfahrer ist dieses System aus Kostengründen eher von Nachteil, in diesem Fall ist das System der Vignette für den Autofahrer von Vorteil. Um sich einen Überblick über entstehende Kosten zu machen, kann ein Routenplaner mit Kostenberechnung hilfreich sein.

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