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Weltkarte mit vernetzten Autos, Netzwerk Punkte© Depositphotos.com/jamesteohart

Volkswagen WLANp: Vernetzung der Fahrzeuge ab 2019

Der Konzern Volkswagen will bis 2019 alle seine Neufahrzeuge mit WLANp ausstatten. Diese Technologie ermöglicht die Kommunikation per Funk in einer Reichweite von 500 Metern mit anderen Fahrzeugen und der Umgebung, wodurch die Verkehrssicherheit erhöht werden soll.

WLANp als Standard für Fahrzeugvernetzung

Auch wenn Volkswagen hier als Vorreiter gilt und nun als erstes diesen Standard ausliefert, prinzipiell ist diese Technik bei jedem Verkehrsteilnehmer anwendbar. Eine flächendeckende Kommunikation verschiedener Fahrzeuge, Ampeln, Baustellenschildern und Notfallfahrzeugen kann so in der Theorie zu einem besseren Verkehrsfluss und weniger Unfällen führen.

Da dies nur sinnvoll bei vielen Nutzern im Netzwerk ist, liefert der Volkswagen-Konzern ab 2019 bei allen seinen Marken den WLANp-Standard in den Neufahrzeugen aus. Theoretisch ist es auch möglich das Smartphone in diesem Netz zu integrieren, was Fahrern von älteren Autos oder Modellen anderer Marken ermöglichen würde freiwillig teilzunehmen. Ob andere Fahrzeughersteller und Städte mit den Verkehrsführungssystemen nachziehen, bleibt abzuwarten.

VW startet mit WLANp – Andere ziehen nach?

Auch wenn Volkswagen mit seinen Marken sehr breit aufgestellt ist bringt es weder dem Konzern noch den Nutzern etwas, dieses System exklusiv zu betreiben. Daher erhofft sich VW nach dem Start 2019, dass weiter Autohersteller diese Technik in die Fahrzeuge aufnehmen. Infolgedessen hätte man eine meist komplette Abdeckung der Straßen und könnte Informationen über Staus, Unfälle und andere Verkehrshindernisse schnell verteilen. Weiterhin wären Betreiber der Verkehrsinfrastruktur eine zusätzliche Informationsquelle, um zum Beispiel frühzeitig überfüllte Straßen zu erkennen und diese einfach umfahren zu können.

Bringt WLANp auch Nachteile?

Bei all der Vorteile die wir bereits erwähnt haben stellt sich die Frage, ob die Technologie auch Nachteile mit sich bringt. Einen offensichtlichen, welchen die Technik an sich hat, gibt es dabei aber nicht. Oft wird jedoch die Überwachung als Nachteil aufgeführt. Durch die vielen Überwachungstechniken im Fahrzeug, die über Reifendruck und Temperatursensoren bis hin zu Ladedruck nahezu alles überprüfen ist es natürlich auch vermeindlich einfach diese nun über den WLANp Standard zu übertragen. Ganz so einfach ist dies jedoch nicht, denn mit einer Übertragungsrate von maximal 500 Metern und keiner Internetverbindung kann mit den Daten im Prinzip nicht viel passieren. Einfacher zu umgehen wäre dies, indem Fahrer sich dazu entscheiden können, dieses Assistenzsystem abzuschalten. Ob dies aber sinnvoll ist, ist fraglich.

Fest steht: Sollte es eine offene Kommunikation darüber geben, was mit den Fahrdaten passiert und welche Vorteile geboten werden gibt es keine Argumente gegen das System.

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