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Tuner vs. Poser – Eine Unterscheidung ist notwendig

Heutzutage geraten Tuner immer häufiger in Polizeikontrollen. Ihre aufwendig veränderten Autos werden dabei oft in Generalverdacht gestellt. Der Grund dafür ist aber nicht, dass ihre Autos illegale Teile verbaut haben oder sie zu laut sind, sondern aufgrund der Poserszene und der Verwechslung ein schlechtes Image davontragen.

Wie kommt es zu dem Problem?

Das Problem ist, dass die Polizei zwischen legalen Tunern und Posern oftmals nicht mehr unterscheidet und damit viele Personen über einen Kamm geschert werden. Wer aber denkt, dass ein Fahrer Straftaten begeht, illegale Bauteile verbaut hat oder riskante Manöver fährt, nur weil ein Wagen getunt ist, liegt falsch. Die meisten Tuner sind de facto legal auf den Straßen unterwegs. Trotzdem werden abgenommene und eingetragene Veränderungen am Fahrzeug von den Behörden oft angezweifelt. Die Konsequenz: Autos werden beschlagnahmt und stillgelegt. Und alles nur wegen vermeintlichen „Tunern“, die 90 in der 50er fahren, Reifen quietschen lassen, den Motor aufheulen lassen oder illegale Abgasanlagen verbauen.

Zurzeit finden mehr Fahrzeugkontrollen als Waffen- oder Drogen Kontrollen statt. Hobbytuner werden stärker verfolgt und bestraft wie Kriminelle. Dabei verstoßen Tuner aus Leidenschaft so gut wie nie gegen geltendes Gesetz. Die einzigen „Straftäter“ sind Raser und Poser, die aber wie oben schon erwähnt oftmals mit den leidenschaftlichen Tunern verwechselt werden.

Was unterscheidet den Tuner von einem Poser?

Wahre Tuner distanzieren sich von jeglichen Rasern und Unruhestiftern. Tuning wird bei diesen nicht nur als Hobby, sondern als Leidenschaft gesehen. Bis ins kleinste Detail wird an Veränderungen gearbeitet, wer mit dem Auto dann auf den Straßen unterwegs sein will und dieses nicht nur zu Show & Shine zwecken tunt, weiß ganz genau, dass dieses zugelassen werden muss und entsprechende Veränderungen vom TÜV abgenommen werden müssen. Ohne Konformität mit der Straßenverkehrsordnung, wird mit diesen Autos auch nicht gefahren. Die Risiken wären bei all den Arbeiten am Fahrzeug sinnlos und viel zu riskant – auch was das investierte Geld betrifft. Die Freude am Schrauben, sich gegenseitig zu helfen und sich über neueste Trends auszutauschen steht bei einem Großteil der Tuningszene über den Risiken eines Poser und Raser-Lifestyles.

Ein Tuner möchte sein Auto zur Schau stellen. Sinnlos in der Stadt rumheizen sollte man demnach nur auf Rennstrecken oder Sportveranstaltungen. Andere Personen durch riskante Fahrmanöver in Gefahr zu bringen oder zu stören liegt nicht in ihrem Interesse.

Genau deswegen sollte man diese Personengruppen voneinander unterscheiden und nicht alle getunten Fahrzeuge auch unter Generalverdacht stellen.

Was ist also die Lösung?

Aufgrund von fließenden Grenzen ist der Unterschied zwischen Tuner, Poser und Raser nicht immer klar erkennbar. Trotzdem sollten die Behörden hier mit mehr Feingefühl an die Sache gehen. Die  bisherige Konsequenz ist, dass Tuner sich oftmals nicht mehr trauen ihrem Hobby nachzugehen. Ihnen wird regelrecht ihre Leidenschaft genommen. Um dies zu ändern, sollten Polizisten zu aller erst richtig geschult werden und nicht auf sofortige Stilllegungen plädieren.

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