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Müdigkeit am Steuer: Wie vermeidet man einen Sekundenschlaf?

Müdigkeit am Steuer gehört zu den geläufigsten Unfallursachen und stellt damit ein großes Problem auf den Straßen dar. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub: Wie schnell es zu einem Sekundenschlaf und damit zu fatalen Unfällen kommen kann wird oft unterschätzt. In diesem Beitrag klären wir darüber auf, inwieweit ein Sekundenschlaf verhindert werden kann.

Müdigkeit am Steuer: Sekundenschlaf kann zu schweren Unfällen führen

Der Schlafmangel während einer Autofahrt zählt zu den häufigsten Unfallverursachern. Das Unfallrisiko durch einen Sekundenschlaf ist ähnlich hoch wie bei Alkohol am Steuer, denn 24 Stunden ohne Schlaf wirken wie 1 Promille Alkohol. Von 1000 Befragten gaben etwa 25% der Autofahrer zu, dass sie mindestens einmal während dem Fahren kurz eingeschlafen sind, dabei sind Männer mit 34% deutlich häufiger betroffen als Frauen, deren Anteil bei 16% liegt. Noch extremer ist die Prozentzahl der LKW Fahrer, denn 46% der Befragten berichten von schon mindestens einmal aufgetretener, extremer Müdigkeit am Steuer. Schlafmangel hat die Folge, dass man durch beeinträchtigte Fahrtauglichkeit und mangelnde Konzentration nicht mehr so schnell reagieren kann wie im ausgeschlafenem Zustand und sollte deswegen möglichst vermieden werden.

Welche Symptome und Signale weisen auf Müdigkeit am Steuer hin?

  • Immer wiederkehrendes Gähnen
  • Häufiges Blinzeln
  • Brennende Augenlider und unscharfes Sehen
  • Ein Kältegefühl oder Frösteln
  • Straßenschilder werden übersehen
  • Mangelnde Konzentration und schlechte Stimmung
  • Ein dichtes Auffahren

Zu einem Sekundenschlaf kann es schon nach einigen Müdigkeitsphasen kommen. In diesem Moment ist das Auto für einige Sekunden führerlos. Auf der Autobahn, mit einer Geschwindigkeit von über 120 km/h, genügt schon eine Sekunde damit das Auto fast 40 Meter ohne Aufmerksamkeit des Fahrer zurücklegt.

Sekundenschlaf: Welche Folgen hat ein Unfall?

Wenn es aufgrund eines Sekundenschlafs zu einem schweren Unfall kommt, kann man mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Denn gibt der Verursacher des Unfalls an, dass er während dem fahren sehr müde war, verstößt er gegen §315c des Strafgesetzbuchs. Demnach sollte man nicht zögern und bei jedem Anzeichen von Müdigkeit sofort rechts ranfahren.

Ein Sekundenschlaf kann gravierende Folgen haben – es besteht ein hohes Unfallrisiko.

Wie vermeidet man einen Sekundenschlaf am Steuer?

Energydrinks und Kaffee helfen einem nicht, langfristig wach zu bleiben und sollten damit nicht als ideales Mittel gegen Schlafmangel gesehen werden. Es hilft, zwischendurch Pausen einzulegen, um frische Luft zu schnappen und etwas zu essen. Ebenso sollte man sich immer möglichst ausgeschlafen vor das Lenkrad setzen und bei Medikamenteneinnahme darauf achten, dass diese nicht schläfrig machen und „Maschinen“ bedient werden können. Ein weiterer Tipp ist, in den Pausen ausreichend sogenannte Power Naps einzulegen, denn 10 bis 20 Minuten Schlaf reichen schon aus, damit sich unser Körper einigermaßen erholen kann.

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