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Internet im Auto

Hotspot im Fahrzeug: Internet im Auto sorgt für viele Vorteile!

Viele wissen noch nicht, dass heute voller Breitband-Internet-Zugang auch im Auto möglich ist. Verschiedene Anbieter verwandeln das Kfz in einen Hotspot und erlauben WLAN-Verbindungen mit hohem Durchsatz. Das Internet der Dinge (IOT) erreicht unsere Kraftfahrzeuge. Damit können allerlei Apps eingesetzt werden, selbst das Musik-Streaming wird möglich.

Telekom macht aus dem Auto einen Hotspot

Zu den führenden Anbietern gehört die Telekom. Mit CarConnect kann das Auto ab Baujahr 2006 zu einem Hotspot werden. Der Autobesitzer muss nicht Telekom-Kunde sein, um das System zu nutzen. Es wird ein ODB2-Adapter eingesteckt, der eine eigene SIM-Karte enthält. Dieser Adapter wirkt wie ein Router und wird an den Stecker angeschlossen, mittels dessen die Werkstatt Fehler aus dem Wagen ausliest. Dieser Stecker liegt stets im Innenraum, oft im Handschuhfach. Auf der Website des Systems kann gecheckt werden, ob das umzurüstende Fahrzeug kompatibel und geeignet ist. Der WLAN-Adapter der Telekom funktioniert nur im Funk­netz der Telekom.

Für dieses System wird ein eigenständiger Vertrag mit der Telekom abgeschlossen. Es entsteht ein WLAN-Hotspot, der mit 100 MBit/s das Surfen bis zu 10 GB Datenmenge erlaubt und an dem bis zu fünf Geräte gleichzeitig im Netz der Telekom surfen können. Alternativ können Sie Streaming-Dienste nutzen und es im Auto rocken lassen. Verbunden ist eine CarConnect-App, die Ereignisse wie Beschädigung, Abschleppen oder Diebstahl auf das Smartphone meldet, auch wenn Sie weit vom Auto entfernt sind.

Per GPS kann das Auto genau lokalisiert werden – egal ob auf dem Parkplatz, während der Fahrt oder im Stau. Bei letzterem vergessen Sie bitte nicht, eine Rettungsgasse zu bilden. Und wenn Sie selbst an einem Unfall beteiligt sind, kann die App eine Notfall-SMS an festgelegte Kontakte versenden. Auch wenn das Fahrzeug eine Panne hat, kann der ADAC über die App per Klick informiert werden.

V-Auto bei Vodafone

Auch Vodafone stellt ein System für den Anschluss des Autos an das Internet bereit, das intelligente System V-Auto. In dem kleinen Trackergerät sind GSM, GPRS, ein Beschleunigungssensor, eine SIM-Karte und ein GPS-Empfänger eingebaut. Das System wird ebenso an den ODB2-Anschluss angeschlossen. Die SIM-Karte verbindet mit dem Netzwerk von Vodafone. Das System ist mit einer downloadbaren App für das Smartphone verbunden. Wer nicht Kunde bei Vodafone ist, zahlt per App mit der Kreditkarte.

Nach einem Unfall sendet V-Auto automatisch SOS an das Vodafone-Team. Der Standort des Autos kann über die App jederzeit verfolgt werden. Auf der Vodafone-Seite kann geprüft werden, ob das auszurüstende Modell kompatibel ist. Das System zeichnet das Fahrverhalten auf und gibt über die App in Auswertungen Tipps zur Verbesserung der Sicherheit.

Das System funktioniert überall, wo in der EU ein Vodafone-Netz erreichbar ist.

Akzeptanz des Connected Cars durch die Verbraucher

Die Unternehmensberatung Deloitte berät mehrere Autohersteller bei der Realisierung des IOT im Auto. Die Berater haben die Anwendung der IOT im Auto durch die Konsumenten untersucht. Es fällt auf, dass die Verbraucher die Auto-Connectivity in den Schwellenländern wie Indien und China wesentlich positiver beurteilen als in den westlichen Industrieländern. So erkennen 76 % der Chinesen, aber nur 36 % der deutschen Autofahrer einen Mehrwert für sich in diesen Systemen.

In Deutschland spielt bei 62 % der Befragten die Sorge darum, wo diese Daten hingehen und wer sie auswerten wird, eine wesentliche Rolle. Apps wie Waze teilen Stauinformationen und navigieren sicher durch Europa. Volkswagen hat sich in den letzten Monaten zu einem Vorreiter für die Vernetzung der Automobile entwickelt. Hier sind in der Produktion und im Angebot weitere erhebliche Fortschritte zu erwarten.

Apps zur Optimierung der Connectivity für das Smartphone

Am Markt sind immer wieder neue Apps und Zusatzgeräte für die optimale Verwendung des Smartphones verfügbar. Put2Go ist eine Kombination aus drahtloser Ladung und Halterung für das Smartphone. Der Strom wird drahtlos in die Akkus übertragen. Das Gerät funktioniert nicht mit jedem Smartphone, wohl aber mit den neueren Geräten von Samsung, Nokia, LG oder Sony. Das Smartphone wird magnetisch an der Halterung befestigt und während der Fahrt aufgeladen.

Die App Staumobil meldet europaweit Staus auf das Smartphone. Die App Clever Tanken zeigt Tankstellen mit Tagespreisen je Liter im Umkreis des Standortes. Wem das Smartphone als Bildschirm zu klein ist, nutzt ein Tablet.

Trends und Perspektiven

Mit der Vernetzung der Autos über die Connectivity wird der Verkehr in den kommenden Jahren wesentliche Änderungen erfahren. Vom vollautonomen Fahren sind wir noch ein Stück entfernt. Die Nachrüstung von Assistenzsystemen in älteren Autos ist schwierig, weil die Sensoren, die für die Systeme die Daten erheben, fehlen. Diese Sensoren sind aber das Herzstück der Zukunft der Connectivity und nicht immer einfach nachzurüsten.

Sie erfassen die Daten und melden sie über das Internet in das Netz. Daraus werden für die Verkehrslenkung optimierte Empfehlungen errechnet und an die Teilnehmer zurückgespielt. Die Routenplanung wird im Detail optimiert, wenn möglich, können Staus umfahren werden.

Manche Systeme sind jedoch nachrüstbar. Abstandswarner senken die Zahl der Toten im Straßenverkehr. Die Verkehrszeichenerkennung hilft, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen.

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